Wir hatten uns spontan in der Nacht von Donnerstag zu Freitag entschlossen und buchten noch schnell die Tickets für die Fähre.
Um 8.00 Uhr ging es dann mit dem Backpack bepackt auf dem Fahrrad Richtung Vaasa - Hafen.
Alles war reibungslos verlaufen und nach drei Stunden waren wir auch schon in Umeå. Mit dem Busshuttle ging es direkt ins Zentrum, wo wir als erstes die Touriinfo aufsuchten, da keiner von uns wusste, was man in Umeå eigentlich so tolles zu sehen kann.
Umeå an sich ist eine Stadt der kleinen Wege. Alles ist innerhalb kurzer Zeit zu erreichen. Und so hatten wir nach knapp 2-3 Stunden die ganze Innenstadt durchlaufen.
An diesem Wochenende war gerade das Smakfestival und es roch überall nach verführerischen Essen.
Nein - wir haben uns das nicht gegönnt! Irgendwo muss man ja sparen. Das geht am bekanntesten beim Essen. Zum Glück ist der Teun meiner Meinung.
Am frühen Nachmittag haben wir die Brücke Richtung Stadtauswärts genommen und kamen zu einer ausgeschilderten Insel. Dort haben wir einen kleinen Strand und eine gute Feuer- und Schlafstelle gefunden.
Geschlafen wurde natürlich im Zelt, was ich für unschlagbare 15€ im Supermarkt hier in Vaasa gekauft hatte.
Da uns durch die Zeitverschiebung eine Stunde geschenkt wurde, schlugen wir unser Lager noch nicht auf, sondern entschieden uns nochmal Richtung Zentrum umzukehren und etwas warmes zu essen: Pizza :-D !!!
Nach der Stärkung wurden wir dann doch müde und kehrten zur Insel zurück, wo wir Stefan antrafen.
Er hatte gerade ein Bad im (eis)kalten Wasser genommen, hat er uns versichert. Und so haben uns eine ganze Weile mit ihm unterhalten. Zum Schloss gab er uns netterweise seine Handynummer. Wenn es uns zu kalt wird oder es regnet, stellt er uns eine trockene Behausung und einen Kaffee - typisch Schwedisch!
Sein Angebot haben wir jedoch nicht in Anspruch nehmen müssen. An der Feuerstelle fanden wir auch bereits gehacktes Holz vor - typisch Schweden !
Am Samstag sind wir um kurz nach sieben aus unseren Schlafsäcken und Zelte gekrochen. Gut ich muss eingestehen: diese Nacht war kalt!
Nach einem improvisierten Frühstück hatten wir einen heißen Kaffee beim McDo.
Da Umeå nun dieses Jahr die europäische Kulturhauptstadt ist, gibt es immer etwas zu sehen.
Wir haben uns entschieden das Freilichtmuseum "Västerbotten museum" zu besuchen.
Dort war ein toller Handwerksmarkt mit vielen Produkten aus der Region und aus Lappland.
Das Areal war so groß, dass wir bis zum frühen Nachmittag beschäftigt waren.
Danach sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen, um die Zeit totzuschlagen.
Schlussendlich haben wir uns entschieden Umeå den Rücken zu kehren und sind ins nächstliegende Dorf namens "Röbäck" gewandert.
Neben einer kleinen Quelle haben wir uns dann niedergelassen und unser zweites Nachtlager aufgestellt.
Zum Glück war die zweite Nacht angenehmer, da ich dieses Mal in allen Klamotten geschlafen habe.
Am Sonntagmorgen sind wir noch schnell in den nächstgelegenden ICA gegangen, um ein Paar typsich schwedische Produkte zu kaufen. Diese gibt es zwar auch in Vaasa, sind dort aber etwas teuer.
Um 11.30 Uhr ging unser Shuttle zurück zum Hafen und von dort zurück nach Vaasa. Der Altersdurchschnitt auf der Fähre lag wahrscheinlich bei 70+ und mit unseren riesigen Rucksäcken waren wir die Attraktion des ganzes Schiffes.
Alles in allem ist Umeå eine wohnenswerte Stadt; überall gibt es Spielplätze. Für Besucher, die in moderne Kunst und Handwerk verliebt sind und das dazu nötige Kleingeld haben, ist die Stadt wirklich das Richtige. Für Touristen, die sich viel Sehenswertes rein von der Stadtkulisse erhoffen, ist Umeå jedoch kein passender Ort. Trotzdem tat es mal wieder gut in Schweden zu sein.
Hej då!
kurze Pause nach der Fährüberfahrt an der Uferpromenade
4* Deluxe - Kältetest inklusive
ganz normale Alltagskleidung der einheimischen Bevölkerung
nur für Insider ;-)
Die älteste Brücke Västerbottens - nahe Röbäck
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