Grund dafür war die Kirche von Petäjävesi, die seit mehr als 10 Jahren
zum UNESCO Welterbe gehört und schon seit längeren auf meiner to-do Liste steht.
Am Samstagmorgen ging der Zug von Vaasa nach Petäjävesi.
Mit dem Studierendenausweis bekommt man einen satten Rabatt bei jeder Fahrt mit der
finnischen Bahn (VR).
Was die Deutsche Bahn vielleicht sich abgucken sollte: In Finnland ist jede Zug- oder Bahnhofansage natürlich in Finnisch und Schwedisch, aber auch in Englisch. Selbst am kleinsten Hinterweltlerbahnhof.
Am 1. Zwischenziel: die Kirche von Petäjävesi. Die Kirche wurde auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und steht als Beispiel für viele skandinavische Holzkirchen, die im 18. Jh entstanden sind.
Seit 300 Jahren hält St. Christopher die Kanzel mit seinem "Dick-Schädel" (im wahrsten Sinne des Wortes).
Für den Bau der Kirche wurden gerade mal 40.000 Nägel verwendet. Es riecht extrem angenehm nach frischen Holz und ein bisschen nach Sauna.
1764
Die Kirche wird ganz normal für die Sonntagsmesse genutzt. Konzerte und Lesungen finden hier auch statt.
Da wir uns in Finnland bereits in der Nebensaison befinden, war ich allein in der Kirche. Im Sommer, wenn die Kirche jeden Wochentag für Besucher geöffnet ist, ist es bestimmt nicht so ruhig.
Da issa.
Das Dach ist Typische für die Holzkirchen des 17/ 18 Jh.
Nach dem Kulturteil hatte ich mir bereits vorab vorgenommen auf einen kleinen Rundwanderweg zu gehen. Keine Himalaja Tour, nur 15km um den See bei Petäjävesi.
Man folgt einfach der Straße ein ganz langes Stück und kommt dann irgendwann in den Wald.
Sobald man den Wanderrucksack aufhat, bekommt man das Gefühl vom endlosen Hunger.
Dem wurde dann hier Genüge getan.
Zünftige Brotzeit mit Cider :-)
Das Wetter hat mich nicht im Stich gelassen.
Nach gut 4-5 Stunden bin ich dort angekommen, wo ich gestartet bin.
Da ich die Zeit gut genutzt hatte, konnte ich den Abendzug nach Jyväskylä nehmen. Eine der größeren Städte in Mittelostfinnland. Dort waren auch bereits fünf Kommillitonen, die dort ihren Wochenendausflug hatten.
Angekommen an der Uferpromenade von Jyväskylä. Das Wetter immer noch Bombe, aber merklich kälter. Auch am nächsten Tag fällt das einem auf. Vaasa wird immerhin vom Golfstrom begünstigt. Das man das so fühlt, war erstaunlich.
Am Hafen habe ich auch dann den Daichi (Japan), Elisa (Südtirol), Gabriele (Italien), Martina (Österreich) und Momo (Japan) getroffen.
Obwohl ich mir für meine Unternehmung eigens ein Zelt gekauft hatte, wurde ich auf die herzlichste Art und Weise als illegaler Hotelgast aufgenommen. 1000 Dank nochmal an diese Stelle.
Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag von 11.30-13.00 Uhr --> wow!
Zu Besuch in einem sehr sehenswerten Mueseum: Keski-Suomen Museo. Das Museum von Mittelfinnland. Wirklich viele interessante Exponate und vieles zum Anfassen.
Und ab geht es nach Hause!

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