9/23/2014

Erster Tag mit Vorlesungen

Gestern war es soweit!
Seit gut einem Monat ist der Finnisch Kurs vorbei. Nun startet endlich das Semester für mich.
Die Kurse die ich belegt habe:

- Finnish Intensive Language Course (schon fertig :-)
- Introduction to Accounting & Finance (Englisch)
- Schwedisch III
- Language Buddy - Tandem (Schwedisch)
- Legal Aspects of Electronic Business (Englisch)
- Media Law (Englisch)
- Nordic Perspective on Marketing (Englisch)
- Electricity Trade Law an der Schwedischen Handelshochschule Hanken - Vasa

Das System hier funktioniert so:
Man hat nicht alle Kurse über die Woche verteilt, sondern meist nur 1-2 pro Woche und dafür
3 Vorlesungen in der Woche. Nach 4 Wochen wird dann eine Klausur geschrieben.
Im Moment besuche ich Introduction to Accounting, welches 3-4 die Woche ist.
Viele Kurse starten aber auch erst Ende Oktober.

Für zwei Kurse (Media Law & Legal Aspects of Elec.B) gibt es keine Vorlesungen.
Diese Kurse sind Self-Study Kurse, was bedeutet, dass man pro Kurs drei Aufsätze schreibt und
diese dem Professor zur Kontrolle vorlegt. Das war auch für mich neu.

Ich bin gespannt, ob das System funktioniert.

9/22/2014

Umeå - Kulturhauptstadt Europas !?

Am Freitag, 19.09 bis Sonntag, 21.09.2014 waren mein Nachbar Teun und Ich in Umeå.
Wir hatten uns spontan in der Nacht von Donnerstag zu Freitag entschlossen und buchten noch schnell die Tickets für die Fähre.
Um 8.00 Uhr ging es dann mit dem Backpack bepackt auf dem Fahrrad Richtung Vaasa - Hafen.
Alles war reibungslos verlaufen und nach drei Stunden waren wir auch schon in Umeå. Mit dem Busshuttle ging es direkt ins Zentrum, wo wir als erstes die Touriinfo aufsuchten, da keiner von uns wusste, was man in Umeå eigentlich so tolles zu sehen kann.
Umeå an sich ist eine Stadt der kleinen Wege. Alles ist innerhalb kurzer Zeit zu erreichen. Und so hatten wir nach knapp 2-3 Stunden die ganze Innenstadt durchlaufen.
An diesem Wochenende war gerade das Smakfestival und es roch überall nach verführerischen Essen.
Nein - wir haben uns das nicht gegönnt! Irgendwo muss man ja sparen. Das geht am bekanntesten beim Essen. Zum Glück ist der Teun meiner Meinung.
Am frühen Nachmittag haben wir die Brücke Richtung Stadtauswärts genommen und kamen zu einer ausgeschilderten Insel. Dort haben wir einen kleinen Strand und eine gute Feuer- und Schlafstelle gefunden.
Geschlafen wurde natürlich im Zelt, was ich für unschlagbare 15€ im Supermarkt hier in Vaasa gekauft hatte.
Da uns durch die Zeitverschiebung eine Stunde geschenkt wurde, schlugen wir unser Lager noch nicht auf, sondern entschieden uns nochmal Richtung Zentrum umzukehren und etwas warmes zu essen: Pizza :-D !!!
Nach der Stärkung wurden wir dann doch müde und kehrten zur Insel zurück, wo wir Stefan antrafen.
Er hatte gerade ein Bad im (eis)kalten Wasser genommen, hat er uns versichert. Und so haben uns eine ganze Weile mit ihm unterhalten. Zum Schloss gab er uns netterweise seine Handynummer. Wenn es uns zu kalt wird oder es regnet, stellt er uns eine trockene Behausung und einen Kaffee - typisch Schwedisch!
Sein Angebot haben wir jedoch nicht in Anspruch nehmen müssen. An der Feuerstelle fanden wir auch bereits gehacktes Holz vor - typisch Schweden !

Am Samstag sind wir um kurz nach sieben aus unseren Schlafsäcken und Zelte gekrochen. Gut ich muss eingestehen: diese Nacht war kalt!
Nach einem improvisierten Frühstück hatten wir einen heißen Kaffee beim McDo.
Da Umeå nun dieses Jahr die europäische Kulturhauptstadt ist, gibt es immer etwas zu sehen.
Wir haben uns entschieden das Freilichtmuseum "Västerbotten museum" zu besuchen.
Dort war ein toller Handwerksmarkt mit vielen Produkten aus der Region und aus Lappland.
Das Areal war so groß, dass wir bis zum frühen Nachmittag beschäftigt waren.
Danach sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen, um die Zeit totzuschlagen.
Schlussendlich haben wir uns entschieden Umeå den Rücken zu kehren und sind ins nächstliegende Dorf namens "Röbäck" gewandert.
Neben einer kleinen Quelle haben wir uns dann niedergelassen und unser zweites Nachtlager aufgestellt.
Zum Glück war die zweite Nacht angenehmer, da ich dieses Mal in allen Klamotten geschlafen habe.

Am Sonntagmorgen sind wir noch schnell in den nächstgelegenden ICA gegangen, um ein Paar typsich schwedische Produkte zu kaufen. Diese gibt es zwar auch in Vaasa, sind dort aber etwas teuer.
Um 11.30 Uhr ging unser Shuttle zurück zum Hafen und von dort zurück nach Vaasa. Der Altersdurchschnitt auf der Fähre lag wahrscheinlich bei 70+ und mit unseren riesigen Rucksäcken waren wir die Attraktion des ganzes Schiffes.

Alles in allem ist Umeå eine wohnenswerte Stadt; überall gibt es Spielplätze. Für Besucher, die in moderne Kunst und Handwerk verliebt sind und das dazu nötige Kleingeld haben, ist die Stadt wirklich das Richtige. Für Touristen, die sich viel Sehenswertes rein von der Stadtkulisse erhoffen, ist Umeå jedoch kein passender Ort. Trotzdem tat es mal wieder gut in Schweden zu sein.

Hej då!


kurze Pause nach der Fährüberfahrt an der Uferpromenade

 


 4* Deluxe - Kältetest inklusive




 ganz normale Alltagskleidung der einheimischen Bevölkerung


 nur für Insider ;-)

 Die älteste Brücke Västerbottens - nahe Röbäck









Eishockey

Eishockey in Finnland ist Volkssport und Kult.
Fast jeden Morgen ging es für mich ja am Stadion vorbei um zur Innenstadt zu kommen;
dort war es immer voll:
von der Jugend bis zum hohen Alter gehen in Finnland alle auf das Eis.
Eishockeyhalle auf Finnisch: "Jäähalli "

Die Mannschaft von Vaasa "Hockey Sport Vaasa" ist sogar in der ersten Liga!!!



Taistellaan,
aina vaan,
teitä tuetaan,
läpi koko Suomen teitä seurataan (hei!)
Helsinki,
Kouvola,
Turku vapisee,
katsomois ja kaduilla Vaasa hallitsee (hei!)


9/17/2014

Kirche von Petäjävesi und Jyväskylä

Am Wochenende (13-14.09.) hat es mich nach Ostfinnland gezogen.
Grund dafür war die Kirche von Petäjävesi, die seit mehr als 10 Jahren
zum UNESCO Welterbe gehört und schon seit längeren auf meiner to-do Liste steht.

Am Samstagmorgen ging der Zug von Vaasa nach Petäjävesi.
Mit dem Studierendenausweis bekommt man einen satten Rabatt bei jeder Fahrt mit der
finnischen Bahn (VR).
Was die Deutsche Bahn vielleicht sich abgucken sollte: In Finnland ist jede Zug- oder Bahnhofansage natürlich in Finnisch und Schwedisch, aber auch in Englisch. Selbst am kleinsten Hinterweltlerbahnhof.

Der Regionaltåg war zwar voll, ist aber sonst nicht anderns im Vergleich zu unseren. Wirklich gut gefallen hat mir, dass man das Ticket ganz schnell mit dem iPhone kaufen kann.

Am 1. Zwischenziel: die Kirche von Petäjävesi. Die Kirche wurde auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und steht als Beispiel für viele skandinavische Holzkirchen, die im 18. Jh entstanden sind.



Seit 300 Jahren hält St. Christopher die Kanzel mit seinem "Dick-Schädel" (im wahrsten Sinne des Wortes).

Für den Bau der Kirche wurden gerade mal 40.000 Nägel verwendet. Es riecht extrem angenehm nach frischen Holz und ein bisschen nach Sauna.

1764



Die Kirche wird ganz normal für die Sonntagsmesse genutzt. Konzerte und Lesungen finden hier auch statt.
Da wir uns in Finnland bereits in der Nebensaison befinden, war ich allein in der Kirche. Im Sommer, wenn die Kirche jeden Wochentag für Besucher geöffnet ist, ist es bestimmt nicht so ruhig.

Da issa.






Das Dach ist Typische für die Holzkirchen des 17/ 18 Jh.

Nach dem Kulturteil hatte ich mir bereits vorab vorgenommen auf einen kleinen Rundwanderweg zu gehen. Keine Himalaja Tour, nur 15km um den See bei Petäjävesi.

Man folgt einfach der Straße ein ganz langes Stück und kommt dann irgendwann in den Wald.



Sobald man den Wanderrucksack aufhat, bekommt man das Gefühl vom endlosen Hunger.
Dem wurde dann hier Genüge getan.



Zünftige Brotzeit mit Cider :-)




Das Wetter hat mich nicht im Stich gelassen.






Nach gut 4-5 Stunden bin ich dort angekommen, wo ich gestartet bin.


Da ich die Zeit gut genutzt hatte, konnte ich den Abendzug nach Jyväskylä nehmen. Eine der größeren Städte in Mittelostfinnland. Dort waren auch bereits fünf Kommillitonen, die dort ihren Wochenendausflug hatten.


Angekommen an der Uferpromenade von Jyväskylä. Das Wetter immer noch Bombe, aber merklich kälter. Auch am nächsten Tag fällt das einem auf. Vaasa wird immerhin vom Golfstrom begünstigt. Das man das so fühlt, war erstaunlich. 
Am Hafen habe ich auch dann den Daichi (Japan), Elisa (Südtirol), Gabriele (Italien), Martina (Österreich) und Momo (Japan) getroffen. 
Obwohl ich mir für meine Unternehmung eigens ein Zelt gekauft hatte, wurde ich auf die herzlichste Art und Weise als illegaler Hotelgast aufgenommen. 1000 Dank nochmal an diese Stelle.

Öffnungszeiten: 
Dienstag und Donnerstag von 11.30-13.00 Uhr --> wow!



Zu Besuch in einem sehr sehenswerten Mueseum: Keski-Suomen Museo. Das Museum von Mittelfinnland. Wirklich viele interessante Exponate und vieles zum Anfassen.




Und ab geht es nach Hause!