Das ist eine Geschichte für sich...
Man braucht für die USA ein F1 Visum, wenn man entweder
a.) studieren oder
b.) wie ich einen Sprachkurs machen möchte.
Es gibt so wenige wichtige Sachen, die man für das VisaInterview braucht:
-Reisepass
-eine Bescheinigung von der Sprachschule,
-die Rechnung von der US-"Schulbehörde"
-ein VISA Antragsformular (Bearbeitung gefühlte 3 Stunden)
-ein Foto für ein US-Visa (NEIN...kein normales Foto)
-ein gepolsterten Umschlag!
Also... jetzt die Odyssee
---zur Erinnerung. Termin um 8.00 Uhr
Lisa und Ich nehmen den Zug um 6.56 Uhr von Lu.
Wir haben uns die Zeiten gut ausgerechnet, sodass wir pünktlich
an der US-Botschaft am Brandenburger Tor sind.
Es gibt ja nur eine in Berlin!
Pustekuchen...
Dort angekommen (7.40 Uhr) frage ich einen Polizisten, welchen der zwei
Eingänge ich doch benutzen sollte.
"Clayallee!"
"Clayallee?, mein Gott. Das sind Sie hier völlig falsch."
Die US-Botschaft hat noch ein Konsulat am westlichen Rande der Stadt und nur dort
werden Visa genehmigt. Nah toll...
Das bedeutete für uns rennen!
Auf den Internetseiten der US-Botschaft waren Formulierungen, wie
"alles muss 100%ig richtig sein, kein Handy, kein Gepäck, gar nichts"
was mich glauben ließe, dass mein Punkt 8.00 Uhr Termin an den nächst Besten vergeben werden würde.
Egal, unser neues Ziel war U-Bhf. Oskar-Helene-Heim...
Ich war schon so mit den Nerven fertig, dass Lisa sich die ganzen Linien und Umsteigepunkte, 2 an der Zahl, merken musste.
Zwischendurch am Nollendorfplatz umgestiegen, zeigte uns ein Schild, dass kein Zugverkehr Richtung Oskar-Helene-Heim fährt. NERVEN BLANK....
Aber dann die Eingebung (nachdem ich jemanden um Hilfe gebeten habe):
das gilt erst ab 22.00 Uhr
Glück gehabt!
Der restliche Weg wurde gesprintet.
Wir sind dann etwa 08.30 Uhr angekommen.
Schnell noch von Lisa verabschiedet und dann erstmal zur Sicherheitskontrolle.
Die ging relativ zügig, da ich alles außer meine Unterlagen (Riesenpaket) und meine Uhr
im Rucksack bei Lisa gelassen habe.
Danach durch zwei Sicherheitsschläusen, mit dicken Türen kam ich dann in den Wartebereich.
Dort musste ich nochmal alles sortieren und alles was ich in Folien gepackt habe, wieder rausnehmen... sprich alles!
Dann kam eine kurze Wartezeit. Das Konsulat ist eigentlich geschlossen gewesen, nur
wenige Termine wurden für den 21.04 vergeben.
Eine Frau nahm meine Daten auf. Sie stempelte, kreuzte an , fragte, fotografierte und dann saß ich schon wieder im Wartebereich.
Ich erhielt einen Zettel: "Vorbereitung zum Visa-Interview".
Wieder so ganz gruslige Formulieren:
"Wenn Sie aufgerufen werden, gehen Sie unverzüglich zum genannten Schalter".
Nah was denn sonst, ich hol mir da bestimmt kein Kaffee, weil metallisches Geld ja
eine Sicherheitslücke darstellt. Ist auch egal.
Mein Name wurde dann im schönsten amerikanischen Dialekt aufgerufen:
"Mister Eric Gilian zsuu Schoalter zsieben bidde"
Da saß der Mann, der dir auf den Antrag entweder
einen grünen oder roten Stempel draufdrückt.
Er / Ich war sehr freundlich, er fragte mich wie lange meine Reise gehen wird (2 Monate),
ob ich auf das Marie-Curie-Gymnasium ginge (JAWOHL), wie mein Englisch sei (befriedigend bis gut) und ja..."ähh OK Sir, Ihr Visum ist ähh geneihmigt, so goute Reisze", also keinen grünen Stempel oder roten Stempel, naja es gibt ja noch den Flughafen.
Mein Visum wird mir binnen 7 Tagen zugeschickt.
Das geht schnell!
Tausend mal Danke an Lisa für die Unterstützung am eigentlich wichtigsten offiziellen
Tag meiner Reise in die USA...

Also das klingt echt spannend... stand den nirgendwo im Internet das die die VISA nur da vergeben? Man darf echt kein Münzgeld mit rein nehmen? Muss man da Dollar oder Euro in den Cafeautomaten stecken?^^
AntwortenLöschenLeo