10/13/2014

Здравствуй Санкт-Петербург !


- Здравствуй Санкт-Петербург-
Ein tolles Wochenende ist nun leider schon wieder vorbei!
Ungefähr 60 Studierende und ich sind am Donnerstag (09.10) von Vaasa Richtung Helsinki gefahren. In Helsinki ging es dann auf die Fähre M/S Princess Maria, die uns nach Russland bringen sollte. Während der Fahrt fragt man sich, wie es denn so sein wird in Russland!?


Das Schiff ist eine einzige Bettenburg.

Auf nach Russland - wie es da wohl ist !?


Die Reise beginnt - unter noch besser: mit Freunden!


Nach dem üblichen Abend Programm auf Fähren kamen wir bei einer Stunde Zeitverschiebung in St. Petersburg um9.30 Uhr an. Danach ging es zur obligatorischen Passkontrolle. Oje, ob das gut geht? Ja es ging gut.

Wer kann kyrillisch? Wer sieht meinen Namen?


12 Stempel danach heißt es "Willkommen in der Russichen Föderation".


 Gleich nach Ankunft ging es zurück in den Bus zur Stadtführung.
Vom Hafen zum Zentrum sind es etwa 20 Minuten. Natürlich ist der äußere Teil der Stadt alles andere als schön. Es sieht genauso aus wie kurz nach der Wende in der DDR. Grau, grau und grau.
 Aber die Innenstadt sollte dafür alles entschädigen.

 
 Die erste Sehenswürdigkeit war die Festung Peter und Paul, wobei das Wetter eher bescheiden war.




 Weiter ging es dann zum Dom. Hier trennten sich dann die Wege vieler und wir hatten endlich Zeit Geld zu tauschen und nach etwas Essbarem zu suchen.

 Essen in der Innenstadt zu finden, ist super einfach. Aber! Irgendwie muss man das Essen ja auch bestellen. So stellte sich heraus, dass hier niemand vom Personal Englisch sprach. Wirklich ärgerlich war, dass das Personal sich nicht die Mühe machte, etas mit Händen und Füßen zu erklären. Sie standen hinter dem Tresen und warteten anscheindend darauf, dass einem das Wort in russisch auf die Zunge fällt.
Ich habe einfach auf alle Bilder gezeigt, die da waren - siehe da; es hat geholfen!
(Das Getränk ist nebenbei nicht Cola, sondern Kvass. Das habe ich bereits Anfang des Jahres in Vilnius lieben gelernt)

 Am Nachmittag ging es dann zum FotoSTOP zur Blutskirche.

 Gegen 17.00 Uhr haben wir uns nun endlich Richtung Hotel aufgemacht.

Was ist das? MaKAoHanAC?
Übrigens interessant: Im kyrillischen Alphabet existiert kein -C-.
Es gibt nur ein -K-. 
 Das MacciD lag direkt neben unseren "Hotel Moskva". Eine Bettenburg für bis zu 6000 Gäste - Wahnsinn.
Die Einrichtung des Zimmers und der Service waren tadellos.

 Um 21.00 Uhr sind wir wieder in den Bus gehüpft und Richtung Zentrum gefahren.
Dort wartete ein Boot für uns, um uns die Stadt im Lichtermeer zu zeigen.


 Der Sekt war inklusive ;-D


 In der Nacht ist die Stadt bunt angestrahlt und alles sieht rausgeputzt aus.
Hätte ich auf keinen erwartet.



Diese Tour sollte wirklich keiner missen!
Da für viele Studenten der Tag erst um 23.00 Uhr startet, ging es nach der Bootstour in den größten Club der Stadt: Metro
Da wir aber alle vernüftig sind und wussten, dass am Samstag ein vollgepacktes Programm auf uns wartet, gingen wir bereits um 3.00 Uhr. 
Nun: wie kommt man jetzt zum Hotel. Die Metro schließt um halb 1. Man geht zur Straße und schreckt die Hand aus und sofort hält ein privates Auto an, das einen mitnimmt. Kurz um: Schwarze Taxis.
Ein bisschen Nervenkitzel ist dort schon dabei.

Ist auch etwas erlaubt? Fehlt nur noch Pistole und Panzer...

Am Samstagmorgen ging es reichgedeckten Frühstücksbuffet: Wurst, Käse, Ei, Pasta, Quarkpfannkuchen mit einer abartig süßen Vanillesoße uns so weiter. 
 Um 10.00 Uhr schmiss sich die Truppe wieder in den Bus und los ging's nach Пушкин (Puschkin), wo der berühmte Katharinenpalast steht - Wohntort viele Zarenfamilien.
 



(Quelle:http://marcdettler.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0610.jpg?w=602)
http://marcdettler.files.wordpress.com/2009/10/dsc_0610.jpg?w=602
Ja und hier ist es: das BERNSTEINZIMMER






 Der Palast ist wirklich überwältigend.Trotzdem muss ich zugeben, dass das Auge garnicht alles in der einstündigen Führung aufnehmen kann und so kommt es, dass man schnell müde wird.

 
Ленин (Lenin)
Nach dem Zerfall der UdSSR wurde in Moskau alle Statuen von Lenin entfernt. So nicht in Petersburg!
Lenin steht hier vor dem ehemaligen KPdSU Gebäudekomplex. 
Die Einwohner haben der Statue einen Beinamen verpasst: 
"Lenin hält ein Taxi an!"

 Jaja, viel gelaufen, bedeutet auch viel Hunger. Also hab in die Kantine. Super Lecker!


 Nach dem herzhaften Mittagessen verspürt man meist etwas Hunger auf etwas Süßes. Gesagt - getan!
Neben der Kantine war ein Café. 

 Nach der Stärkung ging es weiter auf Souvenirsuche und Stadterkundung. 
Zum Thema Souvenirs: es gibt nur Kitsch :-(

 
Nach einem Tag in St. Petersburg kann man nicht nur die bekannten Ketten erschließen, sondern auch das eine oder andere mehr: Bank, Café, Hotel...

 Paris? Prag? Berlin?       nein: St. Petersburg !!!
 kurze Orientierungspause in einer riesigen Stadt


Orthodoxe Kirchen sind anders. Es riecht nach Weihrauch und Frauen müssen ein Kopftuch tragen. Viele suchen sich eines der vielen Ikonen beten davor, küssen es, verbeugen sich. Kleiner Kulturschock.

   Für umgerechnet 25 cent kann man so lange Metro fahren, wie man will!

 es geht gefühlte 5 Minuten nach unten


 Unsere Burg!

 Das Hotel hat 10 Stockwerke. Im linken Teil ist ein Einkaufszentrum über 3 Etagen, ein MacD und eine Metro Station - ich glaube, dass war alles!
Am Abend waren wir wieder aus und haben bis 5.00 Uhr durchgemacht. Schnell noch in den Supermarkt, um etwas für den Tag zu kaufen ( 24h / 7d Prisma) und ab ins Bettchen, aber leider nur bis 9.00 Uhr.

 Nach dem Check-out und der Einlagerung unserer Koffer und Rucksäcke in den Bus hieß noch mal Zähne zusammenbeißen. Der letzte halbe Tag in der Stadt. Die Füße haben schon einiges mitgemacht und nicht mehr als 12 Stunden Schlaf über das Wochenende ist auch nicht sooo empfehlenswert.
Aber es ist die Hermitage!




 ein -da Vinci-






 Besucht man das Museum und betrachtet jedes Exponat braucht man 7 Jahre, wenn man 24h, 7d im Museum ist. 24 Jahre braucht man, wenn man sich an die Öffnungszeiten hält und sich das Wochenende frei nimmt. Wir waren 1,5 h drinn.
 Danach war Freizeit und da ich nicht die Kathedralentour gebucht hatte, um wenigstens etwas Geld zu sparen, hatte ich davon reichlig.


Glücktreffer! Und alle lachen brav in meine Kamera - nachdem ich "Say, Borschtsch" gesagt hab.

Apropo Borschtsch, hier ist er. Einfach super lecker. Also wenn ich etwas vermisse, dann die russische Küche !!!
 Ach, Herr Geheimrat haben sich nach Russland verirrt.

Um 17.30 Uhr verließ dann der Bus die Stadt wieder zurück Richtung Hafen. Nach der Bestempelung unseres Passes ging wieder auf die Fähre.
Das war's!

Die Reise nach Russland war es allemal wert. Für den Preis war das gebotene Programm unschlagbar. St. Petersburg ist eine (vor allem bei Nacht) schöne und riesige Stadt. Die Russen an sich sehen sehr reserviert aus und man muss diejenigen treffen, die sich für Multi-Kulti interessieren, sonst stößt man schnell auf Abneigung und Ablehnung.

Ganz zum Schluss: Die Stadt ist zu 100% einen zweiten Besuch wert und eigentlich ein Muss!


Danke an:
ESN Vaasa und www.timetravels.fi